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Studio

Soundart oder akustische Kunst fasziniert mich seit ich Radio mache. Kein Wunder: zu jeder guten Radiodokumentation gehört ein ansprechendes Sounddesign, eine akustische Atmossphäre, die den Ort transportiert und im Kopf des Hörers verankert. Bei der akustischen Kunst reizt mich, dass meine Töne vollkommen neue Bedeutungsdimensionen erhalten und neue Aussagen treffen. Zudem sind Klänge schon immer ein Dokument der Zeit, sie werden politisch instrumentalisiert oder sind Marker des Übergangs. So klingt die Industrialisierung anders als die Wissengesellschaft: doch beide haben ihren Klang.

 

Portfolio

 

Ruh‘

Wanderweg

Gleich mein erstes Klangkunststück Ruh`wurde vom Bayerischen Rundfunk ausgewählt und im Rahmen des Wettbewerbs Jeder ist ein Künstler gesendet.

Laudatio
„Dem freien Geist Goethes hätte dieses Hörstück gefallen. Dem Ästheten Goethe wohl weniger. Ru“ ist ein freches unterhaltsames Stück Konterlyrik und so gar nicht von poetischer Stille umweht. Dabei beginnt es unverfänglich klassisch rezitierend. Doch unvermittelt brausen Orkanböen, untertönt von Schreibmaschinengeklapper, übertönt von Kleinkindgeschrei. Auch ein energischer großmütterlicher bayerischer Zwischenruf kann diesem Treiben keinen Einhalt gebieten. Munter geht der Geräuschezirkus weiter. Erst die besonnene Stimme des Sprechers versöhnt Orkan, Schreibmaschine und Kind wieder mit der lyrischen Tiefe der unvergänglichen Zeilen.“
(Frank Werner, Goethe Institut)

 

Kasse geschlossen
2016 habe ich mit dem befreundeten Fotografen Jan Hanisch zusammengearbeitet und zu ausgewählten Bildern assoziativ Klangwelten und Klangminiaturen entwickelt. So habe ich den Bildern eine neue, künstlerische Ebene hinzugefügt und so die Bildwelten entscheidend erweitert.  Zu den zweidimensionalen Bildern kommt durch die Hörstücke die Zeit als neue Ebene hinzu, die Bilder werden mehrdimensional erfahrbar, beide Angebote, Bild und Tondokument, funktionieren unabhängig und sind dabei eigenständig, und sind doch aneinander gekettet. Denn zusammen sind sie nur in einer Konstellation sinnvoll. Hier sind die von mir produzierten Miniaturen. Die Bilder folgen.

 

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Der Golem